Sprays, Stifte und Prep Pads, die gedruckte Teile auf dem Bett halten oder sie im Gegenteil davon trennen. Welches Mittel greift, hängt am Material: ABS und ASA neigen zum Warping, PETG haftet auf Glas und PEI dagegen so stark, dass eine Trennschicht nötig wird.
Warping und Haftung sind zwei verschiedene Probleme
Warping entsteht, wenn das Material beim Abkühlen schrumpft und die Ecken vom Bett zieht. Haftmittel wirken dagegen, beseitigen aber nicht die Ursache: Ohne geschlossenen Bauraum bleibt ABS zugluftempfindlich. Der umgekehrte Fall ist zu starke Haftung, bei der das Teil beim Ablösen die Bettoberfläche mitnimmt.
Nach Material
PLA hält auf sauberem PEI meist ohne Zusatz, bei großen Grundflächen hilft Stift oder Spray. ABS und ASA sind der klassische Anwendungsfall für Anti-Warping-Mittel. PETG und TPU haften häufig zu stark, dort wird das Mittel gezielt als Trennschicht aufgetragen. Polypropylen haftet fast nirgends und braucht einen speziellen Haftvermittler.
Auftragsform
Sprays decken große Flächen gleichmäßig ab und werden außerhalb des Druckers aufgetragen, weil sich der Nebel sonst auf Führungen und Riemen legt. Stifte dosieren punktgenau. Prep Pads reinigen und entfetten die Platte vor dem Auftrag.
Das Bett zuerst
Der größte Teil der Haftung kommt von einer fettfreien Oberfläche und einem korrekt gesetzten Z-Offset. Fingerabdrücke sind eine der häufigsten Ursachen für abgelöste erste Schichten.
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